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Augustinerhof

Füssener Straße 49
87645 Schwangau
Tel.: +49 (0) 8362-8954
Fax: +49 (0) 8362-911738
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Augustinerhof

 

Unser Hof ist heute ein Familien geführter Grünland-Betrieb inmitten weiter Wiesen.

Er liegt unterhalb des Märchenschlosses Neuschwanstein – sozusagen im Vorgarten des Schlosses.
Kleintiere, Rinder, aber vor allem unsere Pferde sind nicht von unserem Hof wegzudenken.
Besonders stolz sind wir auf unsere Haflinger-Zucht, die wir seit Jahren erfolgreich betreiben.
Unsere Stuten Ontara, Ophelia, Opera und Osira gehören zur Familie. 

Deshalb haben wir unsere jüngsten komfortablen Ferienwohnungen, die im ehemaligen Stall entstanden sind, auch nach ihnen benannt.

 

Wollen Sie mehr über unseren Hof wissen?

Zum Beispiel: Woher der Name kommt?

Pfarrer Lory, der die Chronik über Schwangau geschrieben, und dafür viel recherchiert hat, meint:

Vom Urvater August Lang, der im 17. Jahrhundert den Hof im Oberen Dorf, nahe der Kirche bewirtschaftet hat. Der August gab also vermutlich dem Hof den Hausnamen „Augustiner“.

Alter "Augustinerhof" im Dorf

 

Das war praktisch, denn auf dem Hof gab es über Generationen „nur weibliche Erben“, die mit der Heirat ihren Familiennamen immer wieder änderten.

Aber wer will das schon so genau wissen – in Bayern zählt ja bis heute der Hausname. Damit weiß jeder (Einheimische) genau, wer gemeint ist.

 

Augustinerhof - im Schloss-Vorgarten

Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts kam die Zeit der „landwirtschaftlichen Expansion“. Expandieren konnte der „Augustiner“ Josef Köpf damals räumlich nicht mehr. Hinter dem Hof gab es nur Felsen, die es nicht zuließen einen größeren Stall zu bauen. Aber die zu erwartende Milchproduktion für das auf- und angestrebte Europa versprach, dass auch er nicht den Anschluss an die moderne Landwirtschaft verpassen dürfe. Dazu brauchte es mehr Vieh und einen passenden Stall.

 

Zweijährger Kampf mit den Behörden.

Also stellte er den Antrag, aussiedeln zu dürfen – zumindest mit einem größeren Stall und einer Scheune. Der Eigengrund vor dem Märchenschloss bot sich da an.

 

Es dauerte aber ganze zwei Jahre, bis die Genehmigung zum Bau der landwirtschaftlichen Gebäude endlich erteilt wurde.

 

Am 18. Februar 1972 war es soweit: Der Grundstein wurde gelegt.

 

Es war damals wie heute – 44 Jahre später – ein Schnee-loser Winter und kein Bodenfrost bis Mitte März. Mit viel Eigenleistung und einigen Maurern konnte bis Mitte April gearbeitet, und die meisten Beton-Arbeiten abgeschlossen werden. Die Fundamente von Stall und Tenne standen gerade, als der Wintereinbruch doch noch kam. Die Arbeiten mussten ruhen.

Trotzdem wurde schon im Sommer die erste Heuernte in die neue Tenne eingefahren.

Und die Rinder - ausschließlich das „Original Allgäuer Braunvieh“ - zogen im Herbst nach dem Viehscheid in den neuen Stall ein: 33 Kühe, 30 Schumpen (Jungrinder) und Kälber. 

Die Milchleistung der „Braunen“ war gut: 6000 Liter im Jahr pro Kuh.

 

Das Wohnhaus

Weitere zwei Jahre später war auch das Wohnhaus bezugsfertig. Wir - Ulrike und Ludwig Köpf – damals „jungvermählt“, zogen in unseren ausgesiedelten „Augustinerhof“.

 

Die Zeiten ändern sich

Auch wir konnten uns dem Fortschritt nicht verschließen. Deshalb fingen wir mit der Kreuzung des „Brown-Suisse“-Rindes und unseren „Braunen“ an. Wir konnten es uns nicht leisten, den Anschluss an die Leistungsstärke der anderen, neuen Kühe zu verlieren.

 

Und dann kam 1982 und die Milch-Kontigentierung der EU, um den europaweiten Butterbergen und Milchseen entgegen zu wirken ….

Das bedeutete: Jeder Bauer bekam vorgeschrieben, wie viel Milch er abgeben darf. Dem Augustinerhof wurden damit 20.000 Kilogramm Milch pro Jahr gestrichen.

Zu diesem Zeitpunkt war das Allgäuer Original Braunvieh schon so gut wie ausgestorben, und:

Die neuen Kühe hatten sich zu Milch-Maschinen ohne Fleisch entwickelt.

 

Der Augustinerhof wird „oberbayerisch“

Um Ausgleich an Mehrnutzung zu schaffen, wagten wir den Sprung mit dem „Oberbayerischen Fleckvieh“ - und haben es nicht bereut.

Innerhalb von 4 Jahren war unser ganzer Stall „oberbayrisch“ (obwohl auch diese Rasse ursprünglich aus dem Schweizer Simmental kommt). Mit der erfolgreichen Umstellung auf die Zwei-Nutzungsrasse machte das Arbeiten auf dem Hof – trotz Kontigentierung - wieder richtig Spaß!

 

Ende 1. Teil

 

Wie wir zur Rösser-Zucht kamen....

An einem Tag, anno 1960, zog Trauer in den Augustinerhof ein. Unsere Liesl, die treue Kaltblut-Stute wurde von Opa verkauft. Viele Jahre hatte sie uns treue Dienste geleistet und gehörte zur Familie. Nun wurde sie durch den Traktor ersetzt.

Erst Jahre nach der Hof-Übergabe, wir waren schon ausgesiedelt, freuten wir uns auf einen ersten anstehenden Urlaub. Wie es manchmal so ist, kommt es anders als man denkt:

Ulrikes Vater starb und wir konnten den Urlaub nicht antreten, hatten auch gar kein Verlangen mehr danach.

Weitsichtig hatten wir aber eine Reise-Rücktritt-Versicherung (die wir auch allen unseren Gästen ans Herz legen) abgeschlossen. Das Geld für die ausgefallene Reise wurde anstandslos ausgezahlt, was uns nicht sonderlich über den Verlust tröstete.

Kurz darauf war Ludwig an einem Sonntag mal wieder mit dem „Kotz“ verabredet, mit dem er schon „als Bua“ zur Hirschfütterung mit Kutsche oder Schlitten gefahren war. Wo er allerdings an diesem Tag so lange abgeblieben ist, wunderte schon.

Weg war er, in Oberbayern! In Miesbach, um genau zu sein.

Was machte er dort?

Er kaufte heimlich ein ROSS!

… vom Geld der Reise-Rücktritt-Versicherung!

 

Unsere erste Haflinger-Stute findet ihr Zuhause

Da stand sie nun, unsere erste Haflinger-Stute:

Stockmaß 1,44 Meter und imposant – eine wunderschöne Stute, in die sich gleich die ganz Familie verliebte,

Aber wohin mit ihr? Wir hatten keinen Stall für sie.

Es blieb gar nix anderes übrig, als sie in der Stall-Gasse zwischen den Rindern unterzubringen. Dort harrte unsere neue treue „Liesl“ ein ganzes Jahr aus.

 

Erstes Fohlen

Schon eineinhalb Jahre später bekam sie ihr erstes/unser erstes Fohlen: Queeni!

Es sollten noch 12 weitere folgen.

 

"Liesels" Oster-Enkelkind

Später fohlte „unsere Erstgeborene“ nicht leicht.

So auch an Ostern anno 19...(wir wissen es nicht mehr genau), als Ludwig im Krankenhaus lag. Die ganze Nacht war Ulrike im Stall und versuchte ihr zu helfen, was nach langer Plackerei auch gelungen ist.

Allerdings warteten die Feriengäste an diesem Tag vergebens auf ihr Frühstück und suchten die Chefin. Schließlich fanden sie sie im Stall, völlig erschöpft: Stute und Bäuerin.

Die Gäste machten sich ihr Frühstück selbst, waren zufrieden und freuten sich über das Oster-Fohlen, dass gesund das Licht der Welt erblickt hatte.

Nochmals: Danke an dieser Stelle!

 

Keine Angst, es geht auch hier weiter.... demnächst folgt:

Alltag mit Liesl und erste Zuchterfolge.